„Wir haben unverdient gewonnen“ so der Trainer von Mennighüffen nach dem Spiel.

Offensichtlich – die Mischung machts.

FC Löhne-Gohfeld hat mal wieder gezeigt, wofür der Verein steht. Zusammenhalt und eine große Familie.

Mit Patrick Schirrmacher, Finn Höner, Thomas Honroth, Matin Satari und Dawood Yosofi standen gleich fünf Spieler aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung. Aus der A Jugend standen Nils Schirrmacher, Tino Müller, Daniel Rasche und Lukas König gleich vier Spieler auf dem Platz. Lukas Ramöller zählt eigentlich ebenfalls zum Stamm der zweiten, ist für mich allerdings nicht so klar in der zweiten Mannschaft. Er ist für mich ein Spieler der durchaus wertvoll für die erste Mannschaft ist. Es war also klar, die erste Mannschaft hatte ein Personalproblem für dieses Spiel, mit dem eigenen Kader anzutreten.

Aufstellung:

Torwart: Lukas König (A Jugend)

LV: Nils Schirrmacher (A Jugend), IV: Tino Müller (A Jugend) und Felix Jurkewitz (K), RV: Patrick Schirrmacher

LM: Nikolas Hoffmann, 6er: Lukas Ramöller und Marvin König Castro, RM: Daniel Rasche (A Jugend)

10er: Hadi Kahlil, Sturm: Mirko Boers

Einwechselbank: Dawood Yosofi (60. Minute für Nikolas Hoffmann), Thomas Honroth (80. Minute für Dawood Yosofi), Matin Satari ( 70. Minute für Lukas Ramöller), Finn Höner

Vor dem Spiel kam Nico Ruthenberg zu mir und musste verletzungsbedingt passen. Damit war es sehr gut, dass die Einwechselbank so gut gefüllt gewesen ist. Ich hätte, bis auf beim Torwart, auf jeder Position reagieren können.

Die Zuschauer am Mittelbach erwarteten wohl alle eine sehr deutliche „Sache“. Der VfL Mennighüffen kann nur als deutlicher Gewinner vom Platz gehen. Für mich als Trainer war es allerdings nicht von Anfang an so klar. Vor dem Spiel wusste ich, dass WIR nichts zu verlieren hatten und nur gewinnen können. Also konnten wir ohne Druck in die Partie starten.

Vom Anpfiff an haben meine Jungs auf dem Platz gezeigt, dass sie den Druck tatsächlich in der Kabine gelassen hatten. Vollkommen befreit und mit großer Lust auf den Fußball spielten sie auf. So kam es, dass wir in der fünften Minute durch das Zusammenspiel von Mirko Boers und Daniel Rasche vor das Tor der Mennighüffener kamen. Mirko Boers nutzte die Chance zum 1:0 für uns Gohfelder. Als der Jubel der Gohfelder Anhänger abgeklungen war, wurden die staunenden Raunzer der Mennighüffener lauter. Damit hatten sie nicht gerechnet. Mennighüffen hatte eine harte Nuss zu knacken und musste sich ordentlich anstrengen bevor sie sich ihre Chancen erarbeiten konnten. Allerdings wurden die Schüsse entweder vom sehr gut aufgelegten Team abgewehrt oder am Kasten vorbei geschossen. Auch Lukas König hatte gestern einen sehr großen Anteil am sehr guten Spielverlauf der Gohfelder. Als dann durch einen Foulelfmeter der Ausgleich fiel, musste man schon von Glück für die Mennighüffener sprechen. Der sehr gut pfeifende Schiedsrichter zeigte auf den Punkt, allerdings war dies ein KANN Elfmeter. In dieser Situation sah man den Klassenunterschied, die Einladung zum Fallen nahm der Gegenspieler nur zu gern an. Aber ein Foul war es dennoch, das möchte ich hier klar betonen, es war keine Schwalbe sondern nur clever diese Situation anzunehmen. Mennighüffen hatte bis dahin bereits einmal den Querbalken getroffen, was für uns schon etwas Glück war.Mit dem 1:1 zur Pause war ich voll und ganz zufrieden. Aus der Kabine des VfL Mennighüffen hörten wir den Trainer laut sprechen, er war überhaupt nicht zufrieden. Unser Verdienst!

Die zweite Halbzeit startete natürlich mit wütenden Angriffsbemühungen von Mennighüffen. Aber Hadi Kahlil zeigte den Gästen eine lange Nase. Er selbst leitete den Angriff im Mittelfeld ein und spielte mit Mirco Boers einen Doppelpass, so dass Hadi im Strafraum wieder angespielt wurde. Mirco stand rechts neben ihm vollkommen frei und hätte wieder angespielt werden können. Nach einer gefühlten Stunde entschloss sich Hadi dann doch zu einer Aktion. Mit dem linken Fuß schoss Hadi aufs Tor, der Ball wurde länger und länger. Auch hier dauerte es gefühlt eine Stunde bis der Ball im rechten unteren Eck das Netz berührte. Es passte keine Briefmarke zwischen Torpfosten und Ball.

Mennighüffen war nur eine sehr kurze Zeit geschockt und besann sich auf das was sie können. Sie spielten auf Ballbesitz und wechselten sehr häufig die Seiten. Doch meine Gohfelder Jungs waren sehr gut sortiert und standen so gut wie perfekt. Tino Müller und Felix Jurkewitz bekamen in der Innenverteidigung viel zu tun und machten ihre Sache sehr gut. Als dann in der 88. Minute erneut ein Elfmeter zum Ausgleich herhalten musste, schwante mir böses. Lukas König hat den ersten Schuss sogar noch abgewehrt und kam auch schnell wieder hoch, doch gegen den Nachschuss des Torschützen war er letztendlich machtlos.

In der Nachspielzeit gab es dann einen weiteren Freistoß für Mennnighüffen, also die dritte Standartsituation welche zu einem Tor führen sollte. Ehrlicherweise sehr frech, aber auch sehr gut geschossen. Der Ball schlug in der Torwartecke ein, dennoch schreibe ich den Treffer nicht auf die Karte von Lukas König. Der Ball war schon gut getroffen worden und als Torwart sieht man den Ball erst spät. Vor allem hat es von der Schusshaltung so ausgesehen als ob er den Ball über die Mauer schlenzen wollte. Da muss ein Torwart spekulieren. Meine Befürchtung traf nun also ein.

Alles in allem bin ich stolz auf meine Jungs. FC Löhne-Gohfeld hat mit geballter Kraft ein sehr gutes Pokalspiel geliefert. Sämtliche Zuschauer am Platz waren sich einig, es war ein packendes, sehr kurzweiliges, aktionenreiches Fußballspiel, mit zwei Mannschaften die alles gegeben haben. Der Trainer von Mennighüffen kam nach dem Spiel schon fast entschuldigend zu mir und sagte: „Wir haben unverdient gewonnen. Es tut mir leid für euch, es war ein tolles Spiel von euch.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen, bis auf: „Danke, es war ein spannendes, packendes und faires Spiel.“

Und ein „Dankeschön“ an den sehr guten Schiedsrichter. Er war zwar sehr großzügig, allerdings hat er das Spiel somit auch nicht zerpfiffen und dem Spiel einen tollen Verlauf gelassen. Ebenso bewundernswert am Schiedsrichter ist es, dass er wenig darauf reagiert hatte, was gesagt wurde, sondern „nur“ auf Attacken gegen den Spieler entsprechend reagiert hat. So hat alles zusammen gepasst. Toller Fußballsonntag. Wir freuen uns auf den Saisonstart.

 

Erstes Spiel:

Sonntag den 17. August 2014 um 15:00 Uhr Anstoß in Löhne-Gohfeld.

Begegnung: FC Löhne-Gohfeld gg. SG FA Herringhausen / Eikum

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