Ein Spiel gegen den derzeitigen Tabellenletzten kann man sehr leicht auf die leichte Schulter nehmen. Unsere Gastgeber waren auf jeden Fall hoch motiviert gegen uns zu punkten. Die taktische Marschroute war klar und vor dem Spiel ist über alles gesprochen worden. Ich wollte etwas für das Torverhältnis tun, aber nicht „ins offene Messer laufen.“

Vom Anstoß an haben wir das Spiel an uns gerissen und sehr gut gegen den Ball gearbeitet. So musste ein individueller Fehler von uns dafür herhalten, daß die SG Bustedt eine Torchance erhielt. Der Stürmer von Bustedt lief allein auf Jannik zu und kam ungehindert zum Abschluß. Jannik war aus seinem Tor herausgelaufen um gegen den Ball zu gehen und kam genau rechtzeitig. Doch diese Parade bezahlte er mit einem hohen Preis. Wie nun bekannt ist, hat sich Jannik an den Bändern verletzt, so daß er uns für ein paar Wochen ausfallen wird.

Nach einer kurzen Überlegung habe ich mich dazu entschlossen selbst ins Tor zu gehen. Nach erst 15 gespielten Minuten war es mir zu risikoreich einen ungelernten Torwart ins Tor zu stellen. Dank der Geduld von SG Bustedt und dem Schiedsrichter habe ich mich in der Verletzungspause umziehen können.

Es dauerte nicht sehr lange und ein weiterer individueller Fehler sorgte für eine kleine Aufregung bei mir. Ein Rückpaß wurde etwas kurz gespielt und gelangte beinahe in den Laufweg eines Stürmers der Bustedter. Auch wenn es sehr unglücklich ausgesehen hatte, den Ball bekam ich aus der Gefahrenzone. Danach hat meine Mannschaft keine Torchancen mehr zugelassen und die Abwehr stand tadellos. Als Nino in der 29. Minute auch endlich das 1:0 für uns erzielte, hätten wir eigentlich mehr Ruhe in unsere Aktionen bekommen können. Aber wir spielten nicht besonders gut und ließen auch die nötigen Ideen vermissen um die Abwehr der Bustedter zu knacken.

In der Halbzeitpause übernahm Patrick Jackmann die Ansprache und gab die zuvor besprochenen Anmerkungen wieder. Patrick wiederholte die taktische Marschroute, die vor dem Spiel in der Kabine besprochen wurde. Er kam damit bei den Spielern in den Köpfen an. Die zweite Halbzeit wurden unsere 45 Minuten und wir lieferten ein Fußballspiel mit sehr schönen Aktionen. Nino Flottmann spielte wie in einem Rauschzustand und bediente seine Mitspieler vorbildlich. Er war an allen fünf Toren beteiligt und traf selbst zwei Mal. Ein Tor war schöner als das andere und die Zuschauer durften über tolle Kombinationen und Tore staunen. Das Tor des Tages erzielte, wie sollte es auch anders sein, Nino Flottmann mit einem Freistoßtor in den Giebel. Nach einer kurzen Diskussion an der Freistoßmarke wurde sich darauf geeinigt, daß Nino ausführen durfte. Es war nicht die schlechteste Entscheidung. Mit einem kurzen Anlauf und einem perfekt getroffenen Ball, flog dieser über die Mauer ins Tor. Es passte kaum ein Blatt zwischen Ball und Gebälk.

Neben Nino (2 Treffer) trafen Beytullah Sever (2 Treffer) Daniel Rasche (1 Treffer). Die Mannschaft lieferte in der zweiten Halbzeit ihr Meisterstück ab. Es wurde alles umgesetzt was wir besprochen hatten und die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte des Spiels wieder „Wir sind Gohfeld“ verkörpert. Dieses Spiel hat Spaß gemacht und besonders große Lust auf noch mehr solcher Spiele.

 

Die Aufstellung:

Jannik Müller, Marvin Schirrmacher, Nils Schirrmacher, Lutz Eilbracht, Felix Jurkewitz, Waldemar Sik, Hadi Khalil, Brian Prieß, Marvin König-Castro, Nino Flottmann und Beytullah Sever.

Einwechslungen:

(15. Minute) Mike Grohmann für Jannik Müller (verletzungsbedingt)

(67. Minute) Daniel Rasche für Beytullah Sever

(77. Minute) Thomas Honroth für Nils Schirrmacher

Tore:

(29. Minute) Nino Flottmann

(62. Minute) Beytullah Sever

(66. Minute) Beytullah Sever

(74. Minute) Daniel Rasche

(78. Minute) Nino Flottmann

Am kommenden Sonntag spielen wir zu Hause gegen TV Elverdissen. Die Elverdisser haben diesen Spieltag mit 8:1 auf die Mütze bekommen. Wir können davon ausgehen, daß sie bei uns einiges gutmachen möchten. Es wird mit Sicherheit ein großartiges Spiel und wir würden uns über zahlreiche Zuschauer freuen.