Erste Mannschaft spielt auswärts 0:0 gegen Herringhausen II

Die offensive Finesse ist ausgeblieben

Am vergangenen Sonntag ging es für Gohfelds erste Herrenmannschaft nach Herringhausen zum zweiten Rückrundenspiel der Vorrunde der Kreisliga B. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Mannschaft der Trainer Hahne und Bens den vierten Platz in Gruppe 1 und zöge damit zum Jahresende gerade so in die Aufstiegsrunde ein. Doch diesen Platz zu sichern oder gar weiter hoch zu rücken sollte an diesem Spieltag nicht einfach werden. Denn die zweite Mannschaft der Herringhausener lauerte mit einem Punkt weniger direkt hinter den Gohfeldern und wollte sicherlich gerne vorbeiziehen. Zudem taten sich die Gohfelder schon immer schwer gegen die Reserve von Trainer Petschulat und gingen selten siegreich aus den Begegnungen hervor. Trainer Bens setzte dennoch auf Sieg, indem man den Schwung aus dem 8:0-Sieg gegen den SC Batman in der Vorwoche mitnehmen wollte.

Gute Ordnung und Zweikampfführung

Der Spätherbst zeigte sich von seiner sonnigen Seite und bot zum Anpfiff um 13 Uhr gute Bedingungen für eine spielerisch ansprechende Partie. Diesem Anspruch wurden die Gohfelder in der ersten Halbzeit auch weitestgehend gerecht. Leider kam es bereits nach zehn Minuten zum ersten Zwangswechsel, nachdem Gohfelds Mittelfeldkraft Markus Deppen sich unglücklich am Knie verletzte. Für ihn kam Nikolas Dongas rein, der zusammen mit seinen Offensivkollegen für mehrere Angriffe sorgte. Abgesehen von Trainer Bens selbst waren die Wechseloptionen damit aber bereits ausgeschöpft. Der Kader war nach wie vor sehr dünn besetzt und ein träges Herforder Gesundheitsamt hatte kurz zuvor noch für unnötige Zwangspausen gesorgt. Die spielende Elf musste sich deshalb alternativlos auf 90 Minuten Spielzeit einstellen.

Trainer Bens war vor allem mit der Defensive zufrieden, die durch „gute Ordnung und gute Zweikampfführung“ wenig anbrennen ließ. Die Gastgeber taten sich hingegen schwer, ihren vermeintlichen Heimvorteil auf Kunstrasen auszuspielen. Bei den Gohfeldern fehlte Bens dennoch „die offensive Finesse, speziell beim Spiel ins letzte Drittel“, weshalb es kaum zu gefährlichen Torchancen kam. Eine wirklich klare Torchance gelang nur einmalig Alexander Schwarze.

Wenig Torgefährlichkeit auf beiden Seiten

In der zweiten Halbzeit verloren die Gäste dann allmählich die Kontrolle. Herringhausen ließ hingegen nicht nach und setzte immer mehr offensive Akzente. Wie auch in den Wochen zuvor brauchte es deshalb auch an diesem Spieltag wieder eine defensive Rettungsaktion. Dieses Mal war es Kapitän Lutz Eilbracht, der einen halbhohen Ball gerade noch so an die Unterlatte ablenken und dann sicher vom Tor weg befördern konnte. Davon abgesehen spielten sich über die gesamte Spielzeit hinweg die meisten Szenen im Mittelfeld ab.

Erst kurz vor Schluss kommt Dongas noch einmal gefährlich in den Strafraum der Herringhausener, die sich nur noch durch eine Notbremse zu helfen wissen. Leider interpretierte Schiedsrichter Özkapi den Sturz wohl als selbst verschuldet und ließ weiterlaufen. Neben der Empörung auf Gohfelder Seite gab es ungläubige Gesichter auf beiden Seiten – selbst Trainer Petschulat hatte es die Sprache verschlagen und die sich hinter dem Tor warm-laufenden Loher zeigten ihre Überraschung über die Entscheidung des Unparteiischen.

Gleichwohl war das Spiel nach 90 Minuten durchaus ausgeglichen, da keine der beiden Seiten eine wirkliche Dominanz aufbauen und sich konstant torgefährlich zeigen konnte. „Abschließend kann man eigentlich mit einem Punkt in Herringhausen leben“, zeigt sich Bens deshalb mit dem Ergebnis einverstanden, „allerdings tun die Verletzungen von Markus Deppen und der Platzverweis von Felix Jurkewitz richtig weh“. Letzterer hatte nach einem Foul kurz vor Schluss noch eine zweite gelbe Karte gezeigt bekommen und muss nächste Woche aussetzen. Dann geht es auswärts auf Asche gegen die SG Muckum/Südlengern. Diese insgesamt erfolgsarme Mannschaft hat daheim tatsächlich für Überraschungen sorgen können. Die Gohfelder Trainer nehmen die anstehende Partie deshalb nicht auf die leichte Schulter und wollen sich ordentlich vorbereiten. Denn das Ziel, möglichst alle Punkte der Rückrunde mitzunehmen, steht weiterhin.

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